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Freimaurerloge 'Schiller'

Startseite arrow Unser Namenspatron arrow I. Zur Einleitung 16.12.2017

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Logengeschichte
Unser Namenspatron
Kant
I. Zur Einleitung Drucken
Unsere gute Loge Schiller im Orient Essen ist aus der Loge Zur freien Forschung und Duldsamkeit hervorgegangen. Diese Loge entstand im Jahre 1919 und hatte nach zehn Jahren bereits 110 Mitglieder. Durch die Auflösung des deutschen Freimaurerbundes im Jahre 1928 schien die Trennung der deutschen Freimaurerei von der internationalen Freimaurerei vollzogen zu werden. Diesen Bestrebungen widersetzten sich 32 Brüder der Loge und traten dem weltweit verbreiteten Alten und Angenommenen Schottischen Ritus als Mitglieder bei. Durch diesen Schritt wurden sie von der damaligen Großloge zur Sonne in Bayreuth ausgeschlossen und somit im freimaurerischen Sinne irregulär. Sie schlossen sich daraufhin der österreichischen Grenzloge Schiller als Tochterloge an, übernahmen diesen Namen als Programm ihres Wirkens und suchten bei Großloge von Wien um Konstitution an, die sie auch umgehend im Jahre 1931 erhielten.

 

Nach dem Wiederaufleben der Logentätigkeit in Essen, wurde der Name Schiller wieder aufgenommen. Da es mit der "Freien Forschung und Duldsamkeit" in der Vergangenheit doch wohl nicht so weit hergewesen war, verzichtete man auf den ursprünglichen Logennamen. Bewußt erinnerten sich die Brüder daher an den Namen Schiller, der auf die Freiheit des Geistes Bezug hat. Am 5. November 1948 erfolgte die Neukonstituierung durch Erlaß der Landesregierung in Düsseldorf.. Am 19. Juni 1949 gelang dann die Gründung der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. Die Loge Schiller im Orient von Essen erhielt die Matrikel-Nr. 649. Vierzehn Stuhlmeister hatte die Loge seitdem, einige übten das verantwortungsvolle Logenamt sogar zweimal aus.


Die Unsterblichkeit der Ideale Schillers haben auch Kölner Brüder bewogen, eine Loge Schiller zur Unsterblichkeit zu gründen. Auch gibt es Bauhütten im Ausland, die den Namen unseres Namenspatrones angenommen haben.


Beschäftigt man sich als Freimaurer mit der Biographie und dem Werk Friedrich Schillers, taucht nahezu unvermittelt der Gedanke auf: War dieser zweifellos idealistisch gesinnte Mann, der von der Idee der Menschenverbrüderung so fasziniert war, auch Freimaurer? Ob er, wenn auch nur kurze Zeit, dem Freimaurerbund als Mitglied angehörte, ist noch immer umstritten. Um die Wahrheit zu sagen: Die meisten seiner Biographen sind sogar gegenteiliger Auffassung, da trotz vielfacher Bemühungen keine entsprechenden Logendokumente gefunden werden konnten.


Dieses Negativergebnis dürfte für eine positive Beantwortung unserer Frage jedoch gar nicht so sehr entscheidend sein. Dokumentarische Nachweise könnten in Verlust geraten, aus ideolo­gischen Vorbehalten vernichtet oder ein entsprechender Matrikeleintrag schlicht und einfach unterlassen worden sein, um den Bruder vor Nachteilen zu schützen. Gibt es dennoch Argu­mente, die eine Logenmitgliedschaft Schillers wahrscheinlich machen? Vielleicht gibt es gute Gründe der langen Liste berühmter maurerischer Namen einen weiteren hinzuzufügen, wozu auch gehört, daß Schiller mit dem freimaurerischen Gedankengut außerordentlich gut vertraut war und maurerischer Geist zweifellos auch sein Schaffen beeinflußte. Diesbezügliche Hinweise könnten sich auf biographisch feststellbare Tatsachen, aber auch auf Werkaussagen stützen. Zunächst jedoch zur Erinnerung einige biographische Anmerkungen zu unserem Thema...

 
 
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