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Freimaurerloge 'Schiller'

Startseite arrow Logengeschichte arrow VIII. Die Tochterloge „Schiller“ 01.05.2017

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VIII. Die Tochterloge „Schiller“ Drucken

Den heimatlos gewordenen Brüdern standen nun zwei Möglichkeiten zum Erhalt ihrer Regularität zur Verfügung: Br: Bensch vom Obersten Rat des AASR regte an, über Br: Wolfson in Breslau Kontakt zu Br: Edouard Plan­tagenet (*1892), Gründer der französischen Landesgruppe der Allgemeinen Freimaurerliga und erster Stuhlmeister der seit 1913 in deutscher Sprache arbeitenden Pariser Loge „Goethe“ der „Grande Loge de France“, herzustel­len. Dort könnten die Brüder Mitglieder werden, wenn sie gleichzeitig der „Symbolischen Großloge von Deutschland“ beitreten würden. Auf diese Weise könnten sie sich das Besuchsrecht bei anderen deutschen Großlogen erhalten. Die Brüder zogen aus der Gründungsgeschichte dieser Großloge und den darauf folgenden Reaktionen der anderen deutschen Großlogen jedoch ihre Schlüsse und wollten in der fast bis zur Raserei aufgeheizten völkischen Atmosphäre ganz offensichtlich nicht den Weg über eine franzö­sische, wenn auch in deutscher Sprache arbeitetende Loge nehmen und wählten einen anderen Weg. Sie schlossen sich als Tochtergründung der in Wien und Bratislava (Preßburg) präsenten Loge „Schiller“ an, die unter der Großloge von Wien arbeitete. Von dieser Loge ist nicht sehr viel bekannt, aber das wenige genügt, um sich ein Bild zu machen. Sie war nicht nur eine der ältesten ehemaligen österr.-ungarischen Grenzlandlogen, sondern hatte auch mehrere Tochtergründungen aufzuweisen und war die einzige, die das freimaurerische Lehrgebäude nicht nur auf die drei Johannisgrade, sondern in die 33 Grade des „Alten und Angenommenen Schottischen Ritus“aufteil­te, die sogenannte „rote Maurerei“, weil für sie die Farbe „Rot“ eine beson­dere symbolische Rolle spielt, für die jeweils besondere Symbole, Gradle­genden und Rituale gelten. Im Gegensatz zur Ausrichtung des Deutschnatio­nalismus bekannten sich diese Brüder zum Kosmopolitismus, eine Auffas­sung, die mit der Tradition der Essener Brüder der „Freien Forschung und Duldsamkeit“ vollkommen übereinstimmte. Spätestens im November 1931 hat die Wiener Loge „Schiller“ die Brüder des Essener Freimaurer-Kränz­chen „Accaccia“ in ihre Reihen aufgenommen, diese nahmen den Namen ihrer Mutterloge an und arbeiteten unter deren Schutz. Die beiden seitlichen roten Streifen unseres heutigen Bijou-Bandes datieren aus dieser Zeit. Das Band bildet ein Unikat in der deutschen Freimaurerei der Gegenwart.

 

 
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