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Freimaurerloge 'Schiller'

Startseite arrow Logengeschichte arrow XI. Die Neuordnung des Logenwesens 01.05.2017

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Kant
XI. Die Neuordnung des Logenwesens Drucken

Nach Kriegsende trafen sich die Brüder jeden Mittwochabend zwanglos in verschiedenen Lokalen, ohne eine dauernde, zusagende Bleibe zu finden. Im Hotel „Kaiserhof“ saßen sie als „Mittwochs-Stammtisch“ im Restaurant oder im Gesellschaftszimmer und langsam erwachte die Loge zu neuem Leben. „Es war uns aber nicht möglich“, so steht es im Logenprotokoll, „die alte Loge 'Freie Forschung und Duldsamkeit' zu erwecken. So traten wir alten, einst ausgewiesenen Brüder, das alte Erbe an. Im Gedenken an unsere Logenzugehörigkeit zur Loge 'Schiller' im Orient Wien, und zur Wiener Großloge, nannten wir auch unsere Vereinigung: Loge 'Schiller', Orient Essen. Unser Bijou ist eine Nachformung des Wiener Bijous.“


Auf Betreiben des Brs: Josef Schuh genehmigte die Stadtverwaltung am 6. November 1947 die Gründung der Freimaurer-Loge „Schiller“ und die Aufnahme der Vereinstätigkeit unter der Nr. 279 des amtlichen Vereinsregisters. Am 16. Juni 1948 wurde ein Beamtenrat unter der Führung des Meisters vom Stuhl Br: Josef Schuh gewählt und über die ersten Aufnahmen gekugelt. Neunzehn Brüder der ehemaligen Logen „Freie Forschung und Duldsamkeit“ und „Schiller“ brachten in Anwesenheit von vierundzwanzig anderen besuchenden Brüdern in den Räumen des Hotels „Kaiserhof“ das Licht zu ihrer neuen Loge „Schiller“ ein, wobei der hammerführende Meister Br: Schuh erklärte, „daß wir Brüder der Loge „Schiller“, Or: Wien, nie unseren Bund aufgelöst, sondern unter dem Zwange der Nazi-Herrschaft die offiziellen Arbeiten eingestellt hätten. Das beweise auch, daß wir uns jede Woche in der Nazizeit am Stammtisch oder auf der Kegelbahn zusammengefunden hätten. Wir feierten also eigentlich die Wiedererweckung unserer Loge und nähmen hiermit die maurerische Arbeit wieder auf“, mit anderen Worten:


Formell und dem Ritual entsprechend ist die ehemalige Essener Toch­tergründung der Loge „Schiller“ im Orient Wien nie aufgelöst worden, ihre Arbeiten wurden lediglich vertagt und nunmehr wieder aufgenommen. Darauf weist auch das jetzt ausgegebene neue Bijou der Loge, „getragen am blauen Band mit zwei roten Streifen“ hin. Die Bruderschaft trat der am 19. Juni 1949 in Frankfurt am Main gegründeten „Vereinigten Großloge von Deutschland“ bei, später umbenannt in „Vereinigte Großloge Alte Freie und Angenommene Maurer von Deutschland“, und erhielt dabei die Matrikel-Nummer 649.


Das Logenhaus lag zwar in Schutt und Asche, aber auch die Brüder unserer Schwesterloge „Alfred zur Linde“ fanden wieder zusammen. Am 22. Juni 1946 richteten sie in ganz bescheidenem Rahmen die erste Tafello­ge zum Johannisfest aus, am 7.August 1948 konnten sie im Rahmen eines Konvents, an dem bereits wieder 53 ordentliche Mitglieder teilnahmen, das Licht einbringen. Der allseitige Wunsch, wieder ein eigenes Logenhaus zu haben, führte dazu, daß der Vorstand mit der Stadt Essen über den Erwerb des 868 m2 großen Grundstückes an der Admiral-Scheer-Straße verhandelte und am 18. August 1960 die Urkunde zur Grundsteinlegung eingemauert werden konnte. Das Richtfest wurde am 21. Oktober 1960 begangen. Am 9. Dezember 1961 war das nun siebengeschossige Gebäude fertiggestellt. Der Lichteinbringung stand nun nichts mehr im Wege. Als Vertreter der Großlo­ge AFuAM brachte dann der Distriktsmeister Br: Richter in Vertretung des Großmeisters in Anwesenheit von 109 Brüdern das Licht ein. Mit fast 60 Appartements, einem großen Tempel, Bibliothek und Gesellschaftsräumen im Parterre entspricht das Haus nunmehr den Vorstellungen aller Logenmit­glieder. Seit dem Jahre 1990 arbeiten die beiden Johannis-Logen „Alfred zur Linde“ und Schiller“ im Orient Essen wieder gemeinsam in einem Logenhaus.

 
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