A A A

Freimaurerloge 'Schiller'

Startseite arrow Unser Namenspatron arrow IV. Der Leipzig-Dresdener Freundeskreis 01.05.2017

Hauptmenü

Startseite
Suche
Kontakt
Weblinks
Impressum

Artikel

Logengeschichte
Unser Namenspatron
Kant
IV. Der Leipzig-Dresdener Freundeskreis Drucken
Nach neuntägiger beschwerlicher Reise traf Schiller am 17. April 1785 in Leipzig ein. Noch nie hatte er eine so günstige Atmosphäre, ein so freudiges Echo gefunden wie in jenem kultivierten Kreis, in den er nun eintrat: dem Körnerschen Freundeskreis. Hierzu gehörten neben Körner selbst der junge angehende Schriftsteller Ludwig Ferdinand Huber, seine Braut, die begabte Malerin und Zeichnerin Dora Stock, und ihre Schwester Minna, die bald Körners Frau werden sollte; der junge Verleger Georg Joachim Göschen und andere. Schiller gewann schnell die Liebe aller, und eine enthusiastische Freundschaftsschwärmerei kam auf. Anfang Mai zog man in das nahegelegene Dorf Gohlis, und Schiller begann wieder an seinem Don Carlos und für seine Zeitschrift Thalia zu arbeiten. Im September folgte Schiller Körner nach Dresden. So oft es die Jahreszeit erlaubte, hielt man sich auf Körners Weinberg in Loschwitz auf, und in ständigem Zusammensein und Austausch lebte man jenen überschwenglichen Gefühlen, die das Lied an die Freude besingt.

Göschen: Georg Joachim Göschen (1752-1828); erlernte seinen Beruf als Verleger in einer Gelehrtenbuchhandlung zu Dessau und gründete 1785 in Leipzig ein eigenes Geschäft. Durch seine Verbindungen mit Goethe (1786), Wieland (1787) und vielen anderen der damals berühmten Schriftsteller wurde sein Verlag bald zum angesehensten in Deutschland. Gründete auch eine eigene mit dem Verlag verbundene Buchdruckerei.

Huber: Ludwig Ferdinand Huber (1764-1804), Schriftsteller, unterhielt seit 1784 einen Briefwechsel mit seinem Duzfreund Schiller

Dora Stock (1760-1832), Zeichnerin und Malerin, Tochter des Kupferstechers F.M. Stock, der Goethe in Leipzig im Radieren und Ätzen unterrichtete. Sie war eine wegen ihrer Anmut geliebte und wegen ihrer geistigen Lebendigkeit geschätzte Hausgenossin im Körner-Schillerschen Freundeskreis. Kulturge-schichtlich bedeutsam wurde sie durch ihre Silberstiftzeichnung von Mozart (April 1789), eine der gelungensten Porträtdarstellungen des Komponisten überhaupt.
 
< zurück   weiter >
[ Zurück ]
 
TOP