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Freimaurerloge 'Schiller'

Startseite arrow Unser Namenspatron arrow V. Christian Gottfried Körner 21.10.2017

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V. Christian Gottfried Körner Drucken
Einen unerschütterlich redlichen und hilfreichen Freund fand Schiller in der Person des Gottfried Christian Körner. Der drei Jahre ältere Körner studierte Rechtswissenschaften in seiner Vaterstadt Leipzig und in Göttingen, wurde 1778 Privatdozent bei der juristischen Fakultät in Leipzig und erhielt 1783 einen Ruf als Konstistorialrat für Kirchen- und Schulsachen bei dem Oberkonsistorium in Dresden; 1815 ging er als Staatsrat und Mitglied des Ministeriums der geistlichen Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten und des Oberzensurkollegiums nach Berlin Er war ein gereifter, gebildeter Mann, für die Künste empfänglich, musikalisch, philosophisch interessiert, und einer der ersten Anhänger des Königsberger Philosophen Immanuel Kant. Der Dichtung Schillers kam er nicht allein mit einer tiefen Empfindung entgegen, sondern er konnte sie auch inhaltlich und ästhetisch gründlich und anregend beurteilen. Da Körner nicht unvermögend war, sah er es als seine Pflicht an, den Freund möglichst unvermerkt über wirtschaftliche Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. Sein durch Innigkeit und Geistesadel ausgezeichnetes Freundschaftsverhältnis mit Schiller läßt beide Männer in ihrer Größe erscheinen.


Körner wurde 1777 in die Loge Minerva zu den drei Palmen in Leipzig aufgenommen, und galt als Muster eines Maurers, und als solcher hat er auch stets innerhalb des Freimaurerbundes gewirkt. Am 15. Dezember 1813 wechselte er zur Loge Zu den drei Schwertern in Dresden und übernahm bis 1815 das Amt eines Meisters vom Stuhl. Eine Rede Körners Ideen über die Freimaurerei findet sich in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek Berlin. Körner genoß in Freimaurerkreisen einen außerordentlich guten Ruf und kein durchreisender Bruder unterließ es ihm seine Aufwartung zu machen. Auf diese Art machte er auch die Bekanntschaft Mozarts, als dieser im April 1789 auf seiner Reise nach Potzdam und Berlin in Dresden Station machte. Durch den Freimaurer und Sekretär des geheimen Kriegsratskollegium Johann Leopold Neumann wurde Mozart in Körners Haus eingeführt, das er nachweislich mehrfach besuchte. Bei einer dieser Gelegenheiten, am 16. oder 17. April 1789 entstand die wohl lebensechteste Porträtdarstellung des Komponisten, die bekannte Silberstiftzeichnung auf Elfenbeinkartin, geschaffen von Körners Schwägerin Dorothea Stock. Leider haben sich die Lebensbahnen des Komponisten und Dichters nicht gekreuzt, da Schiller gerade zu dieser Zeit als Professor für Geschichte an die Universität Jena berufen wurde.


Der auch schriftstellerisch tätige Christian Gottfried Körner, *2. Juli 1756 in Leipzig, +13. Mai 1831 in Berlin, war, wie auch seine Gattin Minna geb. Stock (1762-1843) mit Goethe befreundet; Vater des Freiheitsdichters Theodor Körner (1791-1813). Bedeutend sein vierbändiger Briefwechsel mit Schiller. Körners Mutter-Loge Minerva zu den drei Palmen wurde am 20. März 1741 als Aux trois Compas gegründet und wechselte mehrfach den Namen: im Dezember 1741: Zu den drei Zirkeln, 1747 Minerva zum Zirkel, 1766 Minerva zu den drei Palmen. Loge Zu den drei [goldenen] Schwertern in Dresden bestand seit dem Jahre 1739 und war somit eine der ältesten Logen Deutschlands.


Soweit einige relevante biographische Anmerkungen. Wir kommen damit zum eigentlichen Thema dieses Vortrages: "War Schiller Freimaurer?"
 
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